BEI UNS KOCHT DAS CHAOS!

Kabarett: Bei uns kocht das Chaos

BEI UNS KOCHT DAS CHAOS!

Also das Publikum.

Premiere: 27.04.2012 im Theater Wechselbad in Dresden

Und während zwei Paare die Kochlöffel kreuzen und rühren, schlagen und kneten, um den Sieg beim Kochduell zu erringen, werden die Zuschauer bestens unterhalten und versorgt.
Nicht mit Hors d’œuvre, Antipasti, Tapas, Amuse-Gueule, kleinen Häppchen, Kostproben, Resten, Soljanka, … Nein! "Chemie ist das, was knallt und stinkt, Kochen das, was nie gelingt!"
Um diese Volksweisheit Lügen zu strafen, lautet das Rezept für diesen Abend:
Man nehme - ein Dutzend Lieder, ein Viertel Poesie, einen großen Löffel Kabarett und würze das Ganze mit einer Prise Improvisation.
Voilà! (Oder "Nu gugge ma da!", wie der Sachse sagt.)

Das Programm "BEI UNS KOCHT DAS CHAOS!" hat am 27. April 2012
im Theater Wechselbad in Dresden Premiere! Weitere Termine...

Pressestimmen

Sottisen und Songs zwischen Suppe und Sex

Premiere von "Bei uns kocht das Chaos!" im Theater Wechselbad

Es werden von Rita Schrem, Thomas Müller, Dietmar Burkhard und Brigitte Wähner auch Lieder aufgetischt, Gedichte serviert, kabarettistische Häppchen kredenzt. Den Kochlöffel schwingen ohnehin andere: bei der Premiere taten dies die beiden französischen Profiköche Jean-Luc Bellon und Laurent Leblanc, die einiges an Slapstick beisteuerten, sonst Leute, die sich beworben haben: Mutter und Tochter, Freund und Kumpel...

Die Paare dürfen sich an Tischen und Kochplatten austoben, während Schrem, Müller, Burkhard und Wähner Programm machen, die Kochkunst mit Liedern und Gedichten garnieren, die irgendwie ums Thema Essen und Trinken kreisen. Frei nach Grönemeyer wird - im Ruhrpott-Dialekt – ein Loblied auf die Currywurst angestimmt oder beklagt: "Alles, was ich habe, ist meine Küchenschabe". Viele der Lieder sind an sich bekannt, werden aber mal ironisch gebrochen, mal einfach umgetextet.
Udo Jürgens' Hit "Griechischer Wein" wird von Müller mit immer schwerer werdender Zunge gegrölt, Jürgen Harts bei gelernten DDR-Bürgern unvergessene Ode "Sing, mei Sachse, sing" lautet nun nicht nur zur Freude aller HO-Geschädigten im Saal "Koch, mei Sachse, koch", denn "wenn es lecker riecht, die Traurigkeit verfliecht". Nicht nur innerlich singt man mit, denn der Sachse dud nich gnietschen, der Sachse singt 'n Liedschen!
Dass hier jegliche Traurigkeit verfliegt, überhaupt nicht erst aufkommt, ist nicht nur den alsbald von den Herdplatten aufsteigenden Essensdünsten geschuldet, sondern auch den vortrefflichen Akteuren. Müller und Schrem setzen einen Tick mehr die Akzente, sind die Maitres de Cuisine, was satirische Sottisen, Songs und 'Souffles im breiten Spektrum "zwischen Suppe und Sex", zwischen Saus und Braus angeht, aber Burkhard und Wähner tragen das Ihre zu einem runden Abend bei, sind mehr als nur Souschefs.

Christian Ruf
Dresdner Neueste Nachrichten 03. Mai 2012

 

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