Paula, mach‘ die Bluse zu!

Paula, mach‘ die Bluse zu!

Paula, mach‘ die Bluse zu!

Ein musikalischer Herrenabend mit Thomas Müller und Rolf Schinzel - Auch für Damen!

Premiere: 28.12.2014

Chansons & Schlager der 20-er und 30-er Jahre

 

Während der Proben zum Programm "Paula, mach‘ die Bluse zu!" aufgeschnappte Antworten auf die Fragen von Rolf Schinzel (RS).
RSHerr Müller, wie sind Sie denn auf die Idee gekommen ein Programm mit Schlagern und Chansons zu machen?
MüllerNach den ganzen erdenschweren, politischen Sachen mit diesen furchtbaren, scheinbar intellektuellen, zweideutig-lustigen „Ha-ha!“-Kabarett-Programmtiteln, da will ich einfach mal was machen, an dem sich die Menschen richtig erfreuen können, etwas das ihnen ans Herz geht!
RSAm Arsch vorbei - direkt ans Herz!
Müller[Lässt sich nicht beirren] Und woran erfreut sich der Mensch von Herzen? An Musik und Gesang!
RSUnd seines Nachbarn Untergang!
MüllerDen Part können Sie ja übernehmen.
RSNa gut. Was haben Sie uns denn da so mitgebracht Herr Müller? Wolle Petri, Mathias Reim, Conchita Wurst?
MüllerNein, nein, nein - das meiste Zeug von heute und aus der jüngeren Vergangenheit kann ich nicht mehr hören. Das ist doch Fastfood für die Armen im Geiste. Die Texte sind total bescheuert und die Musik klingt so als käme sie aus Dieter Bohlens Giftschrank.
Meine Liebe gilt den Chansons und Schlagern aus den 20–er und 30-er Jahren!
RSAh, gegen SIE also klingt Max RAABE wie eine NEBELKRÄHE!? Was können wir denn da so von Ihnen im Programm erwarten?
MüllerZum Beispiel Titel von Willy Rosen, ein wunderbarer Kabarettist, Komponist und Texter – übrigens in Magdeburg geboren wie ich - und von Werner Richard Heymann, Rudolf Nelson, Fred Raymond, Peter Igelhoff, Erwin Bootz, Austin Egen und …
RSNennen Sie doch mal einen Ihrer Lieblingstitel aus dem Programm.
MüllerDie sind alle toll!
RSEinen!
MüllerGut, dann „Ich lass mir meinen Körper schwarz bepinseln!“ von Friedrich Holländer.
RSNett, sehr nett. Nicht gerade literarisch wertvoll aber witzig: „Ich lass mir meinen Körper schwarz bepinseln!“
Der Letzte, der das machen ließ, war Roberto Blanko!
MüllerWissen Sie welche Instrumente man im Programm „Paula, mach‘ die Bluse zu!“ zu hören bekommt?
RSPiano?
MüllerJa! Und Donnerblech, Triangel, Percussions, Rainmaker, Tröte, Trillerpfeife, Rassel, Hupe, Ukulele, Balalaika, ...
RSHerr Müller, wissen Sie wie viele Balalaikas in der Elbe liegen?
MüllerNein.
RSViel zu wenige!
MüllerVielen Dank für das Gespräch Herr Schinzel.

Pressestimmen

MZ

Ein buntes Potpourri bekannter und einer größeren Öffentlichkeit unbekannter Melodien der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts konnte das Publikum am Samstagabend im Zeitzer Capitol erleben. Der Magdeburger Kabarettist Thomas Müller, erschien in Begleitung des Dresdner Musikers Rolf Schinzel, der nicht nur die instrumentale Umrahmung des Programms übernahm.

Nicht nur mit humorvollen Dialogen und einer gelungenen Präsentation der Schlager und Chansons konnte das Duo das Publikum dieses Abends begeistern.

Mit scharfzüngigen Kommentaren und Witzen, die besonders den Herren im Publikum, aber bestimmt auch ihren weiblichen Begleitungen gefallen haben dürften, ergänzten die beiden Künstler ihre dargebotenen Stücke, die von "Ich bin so scharf auf Erika" über "Paula, mach die Bluse zu" bis "Frau Meier tanzt Tango" reichten.

Die besonderen Höhepunkte des Abends waren aber zweifelsohne Müllers Tanz mit leichtbekleideten Gummipuppen und seine Imitationen von Udo Lindenberg und Karl Lagerfeld. Dem Publikum hat die abwechslungsreiche Gestaltung des Programms sichtlich gefallen. (mz)

Stefan Schneider
aus der MZ vom 21. Februar 2016

 

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